Rotary Action Group

Nigeria

Die Rotary Action Group befasst sich seit Jahren mit dem Thema Familienplanung, Müttersterblichkeit, Gesundheit und der Digitalisierung und Auswertung von Daten.

Mit einer landesweiten Familienplanungs-Kampagne in Nigeria soll eine nachhaltige Bevölkerungsentwicklung unter menschenwürdigen Bedingungen erzielt werden. Durch gezielte Förderung der selbstbestimmten Familienplanung wird ein bedeutender Schritt gemacht, um Menschen Bleibeperspektiven zu ermöglichen. Dies ist ganz im Sinne der nigerianischen Bevölkerung, mandatiert durch die Regierung und mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geplant. Erste Schritte für die Umsetzung des Projekts mit einem Gesamtbetrag von bis zu 2 Mio. sind bereits in Vorbereitung. Die Durchführung ist durch die jahrelange Erfahrung von RFPD in Nigeria gesichert. Um die angebotene Kofinanzierung nutzen zu können, ist ein der Größe des Projektes entsprechender Eigenanteil zu generieren.

Viele Frauen in Nigeria führen eine traditionelle Geburt im eigenen Haus durch und haben keine Fachkenntnis dafür. Aus diesem Grund kommt es häufig zu Todesfällen aufgrund von grossem Blutverlust. Aber auch Erkrankungen wie Malaria und andere Infektionen sind als Todesursache vor oder nach einer Geburt nicht selten.

Ausserdem werden den Frauen sogenannte Birth Kits ausgeteilt, welche dazu beitragen eine relativ sichere Geburt im eigenen Haus durchzuführen und dadurch einen hohen Blutverlust und Infektionen verhindern können.

Neben den Birth Kits werden auch Moskito Netze ausgeteilt um durch von Moskitos übertragene Krankheiten wie zb. die Malaria zu verhindern.

Für die Digitalisierung der Daten wurde eine spezielle Software entwickelt welche nun im ganzen Land eingesetzt werden soll um zuverlässige Statistiken und Auswertungen zu erstellen.

Es gibt aber noch keine Statistik inwiefern die Birth Kits die Sterberate der Mütter und Kinder verbessert. Denn seit dem die Todesfälle genaustens dokumentiert werden sind diese auf dem Papier natürlich erstmal angestiegen. Sollten die Frauen und Männer das gelernte Wissen anwenden wird die Sterberate im Laufe des Jahres stark abnehmen.

Die Motivation der Anwesenden war jedenfalls gross und die Unterstützung und Hilfe, so scheint es, lässt neue Kraft und Hoffnung aufkommen.

Weitere Informationen zu den Projekten gibt es in DIESEM PDF DOKUMENT zum Download.